Der zweite Kinder- und Jugendbericht Rheinland-Pfalz ist erschienen!

Am vergangenen Mittwoch (13.05.2015) ist der zweite Kinder- und Jugendbericht erschienen. Kinder- und Jugendministerin Irene Alt, Prof. Dr. Christian Schrapper, Dr. Magdalena Joos und Heinz Müller stellten die zentralen Ergebnisse des Berichts in Mainz vor.

Link zur Pressemeldung

Den 2. Kinder- und Jugendbericht finden Sie hier.


Der Startschuss für den 2. Kinder- und Jugendbericht Rheinland-Pfalz ist gefallen!

Beauftragt durch das Ministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen arbeitet seit Dezember 2012 eine unabhängige Expertenkommission an der Erstellung des 2. Kinder- und Jugendberichts Rheinland-Pfalz.

Als Leitthema des 2. Kinder- und Jugendberichts Rheinland-Pfalz soll das Thema „Jugend“ sowie die Bedeutung und Notwendigkeit der Jugendarbeit den Bericht durchziehen.
Nach dem Erscheinen des 1. Kinder- und Jugendberichts Rheinland-Pfalz im Mai 2010 wurde von Seiten der Jugendpolitik und der Fachöffentlichkeit die mangelnde Beteiligung der „Protagonisten“ des Berichts – der rheinland-pfälzischen Kinder und Jugendlichen – kritisch diskutiert. Neben einer Fortschreibung der Daten und Fakten zu Lebensbedingungen und öffentlichen Angeboten und Leistungen aus dem 1. Bericht und einer Weiterentwicklung des Indikatorenkonzepts Child Well-being sollen im Rahmen der Erarbeitung des 2. Kinder- und Jugendberichts nun erstmals Jugendliche selbst zu Wort kommen sowie ihr subjektives Empfinden über ihre Lebenslagen in den Bericht aufgenommen und konzeptionell aufgearbeitet werden.

Eine weitere Neuerung im Erarbeitungsprozess des Berichts gibt es: Der zweite Themenschwerpunkt des Berichts – Jugendarbeit – legt es nahe, Akteure aus dem Feld zu beteiligen. In Form von 7 Hearings werden daher Expertinnen und Experten aus Theorie und Praxis eigene Beiträge zu verschiedenen Themenfeldern einbringen und diskutieren können, welche dann auch in die Ergebnisse und Befunde des Berichts einfließen sollen.

Damit der Entstehungsprozess des 2. Kinder- und Jugendberichts Rheinland-Pfalz durch die interessierte (Fach-)Öffentlichkeit mitverfolgt und nachvollzogen werden kann, sind auf dieser Website u.a. Konzeptionen und Inhalte der geplanten Veranstaltungen, deren Dokumentationen und Auswertungen, erste Befunde sowie allgemeine Informationen über den Aufbau des Berichts einzusehen.


Das Novum einer kontinuierlichen Sozialberichterstattung über Lebenslagen von und öffentliche Angebote für Kinder(n) und Jugendliche(n) in Rheinland-Pfalz

Im Frühjahr 2010 erschien der erste landeseigene Kinder- und Jugendbericht, ein umfangreiches Werk von mehreren hundert Seiten.
Der Landtag hatte im Frühjahr 2007 die Landesregierung dazu aufgefordert, in jeder Legislaturperiode einen Bericht über die Lebenslagen der Kinder und Jugendlichen und ihre Risiken sowie über die öffentlichen Angebote und Hilfen für Kinder und Jugendliche in Rheinland-Pfalz erstellen zu lassen und zu kommentieren.
Die Landesregierung kam dem Auftrag des Landtags nach und beauftragte eine unabhängige Expertenkommission mit der Erstellung eines ersten rheinland-pfälzischen Kinder- und Jugendberichts. „Um Aussagen über die Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen treffen und diese entsprechend weiterentwickeln zu können, ist eine regelmäßige und differenzierte Sozialberichterstattung als Datengrundlage notwendig“, so fasste Ministerin Doris Ahnen die Bedeutung einer landeseigenen Berichterstattung in einem Vorwort zum 1. Kinder- und Jugendbericht Rheinland-Pfalz zusammen.

Die Expertenkommission, die mit der Erstellung dieses ersten Berichts beauftragt war, bestand aus einer Kooperation der Landesuniversitäten Koblenz-Landau (Federführung), Mainz und Trier sowie dem Institut für sozialpädagogische Forschung Mainz e.V. (ism).

Leitthema des Berichts war die Verantwortung von Staat und Gesellschaft für das Heranwachsen junger Menschen und deren angemessene Förderung im Sinne von Chancengleichheit.
Erstmals wurde in Deutschland der theoretische Ansatz des Child Well-being konkret für eine fachpolitische Berichterstattung in einem Bundesland operationalisiert. Das Indikatorenkonzept (Child Well-being) stellt einen theoretischen Zugang zum umfassenden Datenmaterial bzgl. der Lebenssituation und der Lebensbedingungen junger Menschen sowie öffentlicher Angebote, Leistungen und Aufgaben dar. Das Datenmaterial wird in Indikatoren organisiert, die eine regional differenzierende Betrachtung der Lebensverhältnisse junger Menschen in Rheinland-Pfalz ermöglichen.

Neben einem „ersten Blick“ auf Daten und Fakten zur Situation von Kindern und Jugendlichen in Rheinland-Pfalz und einer im „zweiten Blick“ regional differenzierenden Betrachtung der Lebenslagen junger Menschen über das oben beschriebene Indikatorenkonzept, wurden in einem „dritten Blick“ in Vertiefungskapiteln die Startbedingungen des Aufwachsens in Rheinland-Pfalz in den Blick genommen.

Die Befunde und Empfehlungen des 1. Kinder- und Jugendberichts Rheinland-Pfalz stehen hier in einer pdf-Fassung des Berichts zur Verfügung.